Januar 14, 2013 | News

Neue Sicherheitsmythen um Windows 8

Microsoft hat in Punkto Sicherheit kräftig nachgebessert. Anwender sollten dennoch wachsam sein, empfehlen die Virenexperten des Antivirenherstellers ESET. Einige Schutzmechanismen entpuppen sich bei genauer Ansicht eher als Halbwahrheiten.

Mythos 1: Externer Virenschutz ist überflüssig

Neue Sicherheitsmythen um Windows 8Microsoft Essentials und Windows Defender nehmen in Windows 8 erstmals als fester Bestandteil die Arbeit auf. Erste Untersuchungen unabhängiger Testinstitute zeigen jedoch, dass dem Anwender bestenfalls ein Grundschutz geboten wird. Der Abstand zu kostenpflichtigen Virenscannern ist sowohl in der Malware-Erkennung als auch in der –Beseitigung enorm. Abstriche muss der Nutzer auch in der Ausstattung und der Arbeitsgeschwindigkeit hinnehmen. „20 Euro in einen modernen Virenschutz zu investieren, ist auch in Windows 8 eine gute Investition“, sagt Thomas Uhlemann von ESET.

Mythos 2: Kompatibel zu Windows 8

Manche Hersteller verwenden den Slogan „Kompatibel zu Windows 8“ gerne für ihre Werbung. Sie gaukeln damit dem Käufer eine völlige Vereinbarkeit („Kompatibilität“) der Software mit dem Betriebssystem vor. Dem ist mitnichten so: Die Software läuft möglicherweise fehlerfrei auf Windows 8. Aber sie nutzt nicht alle Möglichkeiten, die Microsoft den Security-Herstellern auf einer technischen Basis bietet. Erst das offizielle Zertifikat von Microsoft bescheinigt glaubhaft, dass ein Virenscanner perfekt zum Betriebssystem passt. Hier können Sie nachschlagen, welche Hard- und Software bereits zertifiziert wurde: www.microsoft.com/de-de/windows/compatibility/win8/CompatCenter/Home

Mythos 3: Anwendungen und Apps sind dasselbe

Den Nutzer interessiert beim Klick auf die Metro-Kachel nicht, ob im Hintergrund eine exe-Datei oder eine Web-App gestartet wird. Für Sicherheitsexperten ist der Unterschied jedoch erheblich. Denn je nach Art des „Programms“ muss die Antivirensoftware entsprechend und vor allem richtig reagieren. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wenige Antivirenhersteller beherrschen momentan die gleichzeitige Überprüfung von Anwendungen und Apps.

Fazit:

Anwender von Windows 8 sollten sich nicht von Sicherheitsversprechen blenden lassen – egal, ob von Microsoft oder von dritten Software-Herstellern. Erst professionelle Securitylösungen wie ESET Smart Security 6 heben das neue Betriebssystem auf das propagierte Schutzniveau. Ab Mitte Januar 2013 wird das Produkt auf dem Markt verfügbar sein.