Das Wichtigste auf einen Blick

Wenn Sie schon länger im Internet unterwegs sind, haben Sie wahrscheinlich schon von einigen Horrorgeschichten rund um Reisebuchungen gehört: Betrüger, die sich als Hotel oder Buchungsagentur ausgeben, um Kreditkartendaten zu stehlen, oder Phishing-E-Mails mit dem Thema Urlaub, die seriös aussehen, es aber keineswegs sind.

Wenn Sie Ihre Immobilie über eine Ferienbuchungsplattform wie Airbnb, Booking.com oder andere kleinere Plattformen anbieten, müssen Sie sich als Vermieter auch mit einer ganzen Reihe weiterer Betrugsarten auseinandersetzen. In diesem Artikel werden wir uns einige der Betrugsmaschen ansehen, die im Umfeld von Booking.com und Airbnb kursieren, wobei die Betrugsbeispiele nicht spezifisch für diese Websites sind. Vielmehr sind die Dienste aufgrund ihrer Größe und Beliebtheit für Urlauber und private Vermieter am sichtbarsten und damit die größten potenziellen Ziele für Betrüger in diesem Bereich der Beherbergungsbranche.

Vielleicht kennen Sie dieses Beispiel: Jemand hat die perfekte Villa oder Ferienwohnung an einem Ort gebucht, den er schon immer besuchen wollte. Vermutlich über eine Website, die weltweit ein Begriff ist, war die Buchung dort einfacher als die Organisation der Reise. Dann, wenige Tage vor der Reise, wurde er gebeten, die Zahlungsdaten zu bestätigen – angeblich vom Eigentümer der Unterkunft. Ehe er sich aber versah, war das Bankkonto leergeräumt.

Dieser und andere Betrugsfälle, die sich gegen Nutzer beliebter Buchungsportale wie Airbnb, VRBO und Booking.com richten, sind leider nur allzu häufig. Und das trotz erheblicher Bemühungen eben dieser Plattformen, Betrug zu unterbinden: Allein Airbnb hat 265.000 verdächtige Inserate gesperrt und die Anzahl der Klicks auf „riskante“ externe Links bis Juni 2026 um 20 % reduziert, nachdem in 2025 neue Sicherheitsfunktionen eingeführt worden waren.

Kann man auf Airbnb oder Booking.com betrogen werden?

Auf jeden Fall. Diese Aussage muss jedoch etwas näher erläutert werden, da fast alle Betrugsfälle letztendlich außerhalb dieser Plattformen stattfinden, wo die Garantien und Haftungsausschlüsse der Anbieter gegen Betrug keine Gültigkeit haben. Plattformen wie Booking.com, Airbnb und VRBO sind im Allgemeinen sehr sicher – und alle drei sind groß genug, um an mehreren US-Börsen notiert zu sein. Was jedoch geschieht, ist, dass Betrüger dieses Vertrauen missbrauchen, um die Öffentlichkeit in großem Stil zu betrügen.

Und das ist kein Phänomen, das nur diese oder andere Plattformen für Kurzzeitbuchungen betrifft. In den USA verzeichnete die Federal Trade Commission in 2024 Beschwerden von Verbrauchern, die insgesamt 274 Millionen Dollar durch Betrug im Zusammenhang mit Reise-, Urlaubs- und Timesharing-Angeboten verloren hatten  Die neunt häufigste Betrugsart in diesem Land. Davon entfielen 55.719 der insgesamt 58.347 Meldungen auf Urlaubs- und Reisebetrug.

Zudem ist ein Anstieg von Betrugsfällen durch KI zu verzeichnen, wobei noch unklar ist, wie bedeutend dieser ist. Marnie Wilking, Chief Information Security Officer (CISO) bei Booking.com, sagte, dass in den 18 Monaten bis Juni 2024 ein Anstieg der KI-gestützten Betrugsfälle um 500 bis 900 Prozent gemeldet wurde, insbesondere bei KI-generierten E-Mails, SMS und Bildern. Es ist unklar, auf welcher früheren Zahl der Anstieg der Betrugsfälle basiert.

Betrug auf Reiseportalen weist dieselben Merkmale auf wie jede andere Art von Betrug

Betrügerische Aktivitäten rund um Booking.com und Airbnb fallen stärker ins Auge, da die Websites sehr bekannt sind und eine hohe öffentliche Sichtbarkeit genießen. Gerade diese Präsenz macht sie zu attraktiven Zielen für Betrüger. Und da diese Websites als Vermittler zwischen Immobilienbesitzern und Mietinteressenten fungieren, können sich Betrüger etwas leichter in die Transaktion einschalten.

Vor diesem Hintergrund sind die Betrugsarten, über die wir gleich sprechen werden, eigentlich ziemlich universell und gelten genauso wie für die Buchung von Konzertkarten oder den Kauf eines Sammlerstücks bei einer Auktion.

Ein wichtiger Warnsignal ist es, wenn die andere Partei die Kommunikation oder die Transaktion von der Plattform auf einen anderen Dienst wie E-Mail oder WhatsApp verlagern möchte. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Zahlungsmethoden verwendet werden sollen, die sich nur schwer rückgängig machen lassen, wie beispielsweise Überweisungen oder Kryptowährungstransaktionen. Im Zweifelsfall kehren Sie zur Website oder App des Anbieters zurück und kontaktieren Sie den Gastgeber oder Kunden über den integrierten Nachrichtendienst.

Denken Sie auch daran, dass gängige Betrugsmaschen wie Phishing-Betrug auf Vermittlungsplattformen wie Airbnb, Booking.com und VRBO genauso zutreffen wie auf andere beliebte Websites und Dienste. Schließen Sie im Zweifelsfall immer die E-Mail oder Nachricht und melden Sie sich auf der Website oder in der entsprechenden App an, um die Nachricht über diese Website oder App zu überprüfen und zu bearbeiten – nicht direkt.

Die häufigsten Airbnb-Betrugsmaschen

Das Motto lautet hier: Wenn es zu gut aussieht, um wahr zu sein, seien Sie misstrauisch. Uund wenn dringendes Handeln Ihrerseits erforderlich ist, seien Sie ebenfalls vorsichtig.

Gefälschte und KI-generierte Inserate

Reiseportale werden zwar immer besser darin, gefälschte Inserate zu erkennen und zu entfernen, bevor sie öffentlich sichtbar werden. Aber es kann dennoch vorkommen, dass Ihnen ein Inserat angezeigt wird, das gestohlene Fotos eines Ortes enthält oder Bilder, die bearbeitet oder sogar vollständig mithilfe von KI erstellt wurden. Eine Möglichkeit, dies vor der Buchung zu überprüfen, besteht darin, eine umgekehrte Bildersuche mit den Fotos durchzuführen. Dann können Sie festzustellen, ob sie bereits an anderer Stelle verwendet wurden. Bedenken Sie jedoch, dass viele Ferienunterkünfte auch auf anderen Websites gelistet sind und dort ebenfalls auftauchen. Überprüfen Sie auf jeden Fall, ob das Inserat, der Standort und andere Details absolut übereinstimmen.

„Zahle mir direkt, dann gebe ich dir einen Rabatt“

Betrachten Sie dies als ein klares „Nein“, egal wie verlockend das Angebot auch sein mag. Nicht nur, dass Sie am Ende wahrscheinlich sowohl an einen Betrüger als auch an die tatsächliche Unterkunft für Ihren Aufenthalt zahlen müssen. Sondern Sie verlieren auch den gesamten Schutz, den große Plattformen wie Airbnb und Booking.com zu Ihrer Sicherheit bieten.

Lockvogelangebote und „Probleme“ in letzter Minute

Nachrichten wie diese werden oft kurz vor Ihrer Abreise verschickt, um Sie in Panik zu versetzen und dazu zu bringen, das angebotene Ersatzangebot anzunehmen. Manche Gastgeber tun dies absichtlich: Sie listen einige fantastisch aussehende Unterkünfte zu attraktiven Preisen auf, um den Kunden dann in letzter Minute auf eine weitaus weniger angenehme Unterkunft umzuleiten. Diese Ersatzunterkunft wird wahrscheinlich weit unter dem Standard liegen, für den Sie bezahlt haben.  Und Sie sind voll und ganz im Recht, wenn Sie woanders buchen. Was auch immer Sie tun, vermeiden Sie es, die Buchung selbst zu stornieren. Bitten Sie den Gastgeber, die Stornierung vorzunehmen. Melden Sie den Vorfall unverzüglich bei Airbnb. Wenn das „Problem“ innerhalb von 30 Tagen vor Reiseantritt aufgetreten ist und der Gastgeber storniert hat, hilft Ihnen Airbnb dabei, eine gleichwertige oder bessere Unterkunft zu finden.

Gefälschte Bewertungen und geklonte Inserate

Ähnlich wie bei gefälschten Inseraten sollten Sie auch auf geklonte Inserate und zweifelhafte Bewertungen achten. Wenn Sie eine Unterkunft ansehen, überprüfen Sie auch andere Unterkünfte in derselben Gegend, lesen Bewertungen und achten auf Wiederholungen, seltsame oder ungewöhnliche Daten sowie auf die Historie des Gastgebers. Ddrt sehen Sie, wie lange er bereits als Gastgeber tätig ist, die Anzahl der Bewertungen und die von Besuchern vergebene Bewertung.

Gefälschte Schadensmeldungen nach dem Auschecken

Das ist unglaublich frustrierend, aber wenn Sie sich beim Ein- und Auschecken ein paar Minuten Zeit nehmen, um die Unterkunft zu filmen und zu fotografieren, können Sie sich hier vor Betrug schützen. Gehen Sie durch die Unterkunft und nehmen Sie dabei mit Ihrem Smartphone ein Video auf. Vorhandene Schäden oder Abnutzungserscheinungen sollten hervorgehoben und fotografiert werden. Machen Sie dasselbe beim Auschecken. Sprechen Sie gegebenenfalls sichtbare Probleme direkt an, während Sie die Unterkunft durchgehen.

Die Betrugswelle bei Booking.com: Phishing innerhalb der App

Cyberkriminelle betrügen Booking.com-Kunden auf andere Weise: Zunächst hacken sie sich in die Systeme der Hotels ein, die die Unterkünfte anbieten, geben sich dann als diese aus und erfragen Zahlungsdaten, mit denen sie anschließend Geld von den Gästen stehlen. Diese Identitätsfälschung kann in Form einer E-Mail oder eines Telefonanrufs erfolgen. Und wenn sie die Anmeldedaten des Hotels bei Booking.com erfolgreich gestohlen haben, können sie sogar eine In-App-Nachricht senden.

Warum ist diese Betrugsmasche anders? Booking.com unterscheidet sich von Airbnb dadurch, dass es sich bei den Unterkunftsanbietern in der Regel um Hotels und Hotelketten handelt. Aus Sicht eines Angreifers macht dies die Hoteliers zu attraktiven Zielen. Wer eines davon kompromittiert, kann Dutzende, ja sogar Hunderte von Menschen betrügen.

Microsoft beschrieb einen Angriff, der im Dezember 2024 begann und bei dem sich die Angreifer als booking.com ausgaben und auf Unternehmen der Hotellerie weltweit abzielten. Die Kampagne nutzte eine Social-Engineering-Technik namens „ClickFix“, um Zugangsdaten und Informationen zu stehlen, die den Angreifern Zugriff auf die Buchungs- und Reservierungssysteme der Opfer verschafften.

Der Angriff beginnt mit gefälschten E-Mails, die die Angreifer an legitime Kunden versenden. Darin üben sie Druck aus, Zahlungsdaten erneut einzugeben, da sonst die Reservierung verloren gehen könnte, und fügen Links zu gefälschten, aber authentisch wirkenden Buchungs- und Zahlungsseiten bei. Die Kriminellen machen diese E-Mails besonders wirkungsvoll, indem sie echte Informationen verwenden, die sie aus dem Reservierungssystem des Hotels gestohlen haben, beispielsweise Ihren Namen, das Aufenthaltsdatum, Ihre Wohnadresse und andere Angaben.

Sobald die betroffene Person die gefälschte Website öffnet, erscheint eine Fehler- oder Verifizierungsmeldung, die den Nutzer dazu verleitet, Spyware zu installieren.

Noch ein Hinweis: Es ist bekannt, dass Angreifer, die Unternehmen der Hotellerie kompromittieren und sowohl Daten als auch Zugangsdaten stehlen, auch die Zugangsdaten für Airbnb oder Booking.com entwenden. Daher ist es durchaus möglich, dass Nachrichten, die Sie in der App erhalten und in denen Sie zur Zahlung aufgefordert werden, oder Mitteilungen auf einer Webseite oder einem Dienst außerhalb der Plattform von Betrügern stammen. Im Zweifelsfall melden Sie verdächtige Nachrichten bitte dem Plattformbetreiber.

Stammt diese Nachricht wirklich von Airbnb oder Booking.com? Eine 30-Sekunden-Prüfung

Wir sagen es noch einmal: Überlegen Sie, bevor Sie klicken, und nehmen Sie sich ein paar Sekunden Zeit, um die soeben erhaltene Nachricht und ihren Tonfall zu prüfen. Soll sie Ihnen Angst einjagen oder ein Gefühl der Dringlichkeit vermitteln? Seien Sie vorsichtig. An dieser Stelle raten wir jedem dringend, sich selbstständig bei der App oder der Webseite des Dienstes anzumelden und zu prüfen, ob die Nachricht dort ebenfalls erscheint. Ist dies nicht der Fall, ist es möglicherweise an der Zeit, Airbnb oder Booking.com zu kontaktieren, um dies zu überprüfen.

Ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

  • Plattformen, Gastgeber und Beherbergungsunternehmen werden niemals über Chat-Links nach Zahlungs-, Karten- oder Sicherheitsdaten fragen.
  • Wenn du eine Nachricht erhältst, die angeblich von einem Gastgeber oder dem Dienst stammt, rufe stattdessen einfach die entsprechende Airbnb- oder Booking.com-App auf. Wenn die Nachricht echt ist, findest du sie dort. Ist dies nicht der Fall, solltest du den Vorfall stattdessen der Plattform melden.
  • Klicken Sie nicht einfach auf Links in beliebigen E-Mails.
  • Wenn dir eine Nachricht wirklich Sorgen bereitet, suche die Kontaktdaten des Hotels oder der Unterkunft, in der du übernachtest, im Internet und rufe dort an oder schreibe eine E-Mail unter Verwendung dieser Daten – nicht der in der E-Mail angegebenen.
  • Melde verdächtige E-Mails oder Chats über die App der Plattform – damit hilfst du der Plattform, der Unterkunft und anderen Reisenden.
  • Sei immer auf der Hut vor einer Kombination aus Dringlichkeit, Zahlungsaufforderung und einem Link in einer Nachricht – das ist ausnahmslos ein Betrugsversuch.

Betrugsversuche, die sich gegen Gastgeber richten

Es sind übrigens nicht nur große Unternehmen der Gastgewerbebranche, die betrogen werden. Auch Airbnb-Gastgeber sind Ziel einer Vielzahl von Betrugsmaschen. Hier sind einige Dinge, auf die du achten solltest:

  • Überzahlung: Der Gast zahlt, überzahlt jedoch, manchmal sogar erheblich. Du wirst gebeten, den Restbetrag zurückzuüberweisen, vielleicht mit einer Entschuldigung und dem Vorschlag, dir einen kleinen Betrag davon zu behalten. Die ursprüngliche Zahlung schlägt fehl – oft erst einige Zeit später, als Sie es erwarten würden –, sodass Sie auf den Kosten sitzen bleiben und möglicherweise Gegenstand einer Betrugsermittlung werden. In diesem Fall hat der Angreifer gestohlene Zahlungsdaten verwendet und anschließend eine Rücküberweisung auf ein zweites, wahrscheinlich ebenfalls gestohlenes Bankkonto verlangt.
  • Rückbuchung, auch bekannt als „Friendly Fraud“: Die Gäste buchen die Unterkunft, übernachten dort und erfinden dann einige Zeit später einen vorgetäuschten Grund, um ihre Bank davon zu überzeugen, eine Rückbuchung vorzunehmen, wodurch sie die Kosten für den Aufenthalt zurückerhalten.
  • Gefälschte Gästeprofile: Auf dem Papier macht der Gast einen hervorragenden Eindruck, in Wirklichkeit ist er jedoch alles andere als das. Die Person, die tatsächlich bucht, vermietet möglicherweise an Dritte weiter, organisiert eine riesige Party oder nutzt Ihre Immobilie für kriminelle Zwecke.
  • Betrügerische Schadensstreitigkeiten: Der Gast reicht bei der Plattform (Airbnb oder Booking.com) eine Beschwerde über Schäden oder schlechte Zustände in Ihrer Unterkunft ein und fordert eine Entschädigung. Der Schaden wurde von ihm absichtlich verursacht oder ist möglicherweise sogar komplett erfunden. Machen Sie unbedingt Fotos und Videos der Unterkunft vor und nach der Nutzung, um möglichen Betrug zu dokumentieren.

Ein wichtiger Ratschlag für all diese Situationen lautet daher: Führen Sie die Kommunikation und die Zahlungsabwicklung ausschließlich über die Plattform selbst ab, da Airbnb große Anstrengungen unternimmt, um Gastgeber zu schützen, die Opfer von Betrug werden. Zusätzlich zu diesem Schutz empfehlen wir Ihnen eine spezielle Gastgeber- und Veranstaltungsortversicherung, die Schäden, Betrug und Rechtskosten abdeckt.

So buchen Sie sicher: Die 60-Sekunden-Routine

Hier ist eine Reihe von Schnellprüfungen, die jeder bei der Buchung eines Aufenthalts durchführen kann und die die meisten potenziellen Betrugsmöglichkeiten abwehren:

Sobald Sie eine Unterkunft gefunden haben, die vielversprechend aussieht:

  • Führen Sie eine Bildersuche (Reverse-Image- ) durch, um zu prüfen, ob die Unterkunft an anderer Stelle unter anderen Angaben oder an einem anderen Standort gelistet ist. Erwägen Sie außerdem,mit einem kostenlosen Online-Tool wie isgen.ai nach KI-Inhalten zu suchen, um mögliche Anzeichen für Bildmanipulationen zu erkennen.
  • Überprüfen Sie die Historie der Unterkunft und des Gastgebers auf der Plattform. Wenn beide bereits seit mehreren Jahren auf der Plattform vertreten sind und über eine solide Anzahl an Bewertungen aus mehreren Jahren oder Monaten verfügen, die nicht doppelt vorhanden oder anderweitig verdächtig sind, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass es sich um seriöse Anbieter handelt.
  • Wenn der Preis zu gut ist, um wahr zu sein, handelt es sich wahrscheinlich um einen Betrug. Vergleichen Sie die Preise mit ähnlichen Unterkünften in der Nähe.
  • Buche mit einer Bankkarte, nicht per Überweisung, und wickle die Zahlung immer über die App oder die Website der Plattform ab. In einigen Ländern sind Kartentransaktionen durch die Bank oder den Kartenaussteller vor Betrug geschützt, und diese können möglicherweise eine Rückbuchung vornehmen, um den Betrag zurückzuerhalten.

Trotzdem betrogen worden? Gehen Sie wie folgt vor, in dieser Reihenfolge

Wenn du Pech hast und Opfer eines Betrugs wirst:

  • Melde den Vorfall direkt in der App bei Airbnb oder Booking.com und prüfe, ob du versichert bist. Falsch dargestellte Buchungen sind versichert.
  • Denken Sie daran, dass auch Rückbuchungen durch Ihre Bank Sie schützen können. Sie müssen sich jedoch so schnell wie möglich an Ihre Bank wenden, um eine Beschwerde einzureichen.
  • Wenn Sie Daten auf einer verdächtigen Website oder in einem Formular eingegeben oder im Chat weitergegeben haben, rufen Sie sofort die Betrugs-Hotline Ihrer Bank an und richten Sie, falls noch nicht geschehen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein und ändern Sie Ihre Passwörter.
  • Melden Sie den Vorfall bei Ihrer nationalen Betrugsstelle und/oder der Polizei. Wenn Sie nicht wissen, wer das ist, nutzen Sie eine Internetsuche. Im Vereinigten Königreich gibt es beispielsweise „Action Fraud“, während es in den USA die „Federal Trade Commission“ ist. Wenn Sie Ihren Betrugsfall als Straftat melden, erhalten Sie (zumindest im Vereinigten Königreich) eine Fallnummer, die Sie an Ihren Reiseversicherer weitergeben können.
  • Durch schnelles Handeln lässt sich gestohlenes Geld oft zurückerhalten, lassen Sie sich also nicht entmutigen.

Einblicke eines ESET-Experten

„Buchungsseiten wie Airbnb und Booking.com sind sehr sicher, aber gerade weil wir diesen Marken vertrauen, nutzen Kriminelle dies aus und versuchen, Menschen auf kreative Weise zu betrügen. Das größte Warnzeichen bei diesem Betrug – wie auch bei anderen ähnlichen Betrugsmaschen – ist, wenn die Kriminellen versuchen, die Kommunikation oder die Zahlung von der Plattform weg zu verlagern; dies geschieht in der Regel über WhatsApp. Ob es sich nun um eine gefälschte Nachricht handelt, in der Sie aufgefordert werden, Ihre Karte zu verifizieren, oder um ein Last-Minute-Schnäppchen für dieselbe Buchung – in solchen Fällen sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten und Sie sollten jegliche Kommunikation einstellen.“

Der beste Rat ist, für die Kommunikation mit dem Unternehmen immer innerhalb der App zu bleiben. Leider nutzen immer mehr Unternehmen WhatsApp aus praktischen Gründen legitim als Kommunikationsmittel, aber denken Sie daran, bei jeder Anfrage außerhalb der Plattform skeptisch zu sein, insbesondere bei Nachrichten, die Dringlichkeit signalisieren, und ähnlichen seltsamen Anfragen. Sie können die Angaben jederzeit in der App oder über die echte Website überprüfen.“

- Jake Moore, Global Security Advisor bei

 

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Fazit

Die Art von Betrugsmaschen, die auf Nutzer und Gastgeber bei Airbnb und Booking.com abzielen, unterscheiden sich nicht wesentlich von Betrugsfällen an anderer Stelle im Internet. Sie finden jedoch aus mehreren Gründen große Beachtung. Erstens verfügen beide Unternehmen über eine hohe Markenbekanntheit und agieren als Vermittler. Zweitens gehören Urlaubsbuchungen in der Regel zu den kostspieligsten Ausgaben im Jahr der meisten Menschen und sind etwas, worauf sie sich freuen. Einen großen Geldbetrag, den Urlaub oder beides zu verlieren, ist eine verheerende Erfahrung.

Dennoch ist es wichtig zu bedenken, dass keine der beiden Plattformen als unsicher gilt, sondern dass Kriminelle Lücken gefunden haben, die sie ausnutzen können. Wickeln Sie Ihre Transaktionen und Ihre Kommunikation ausschließlich über die Plattformen ab – dann ist es wahrscheinlich, dass Ihr Urlaub und Ihr Geld durch den Anbieter geschützt sind. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Nachrichten, die Sie erhalten, genau zu prüfen, und befolgen Sie unseren Leitfaden. So verringern Sie das Risiko, Opfer eines Betrugs zu werden. Genießen Sie Ihren Urlaub.

Häufig gestellte Fragen

1. Kann man auf Airbnb betrogen werden?

Auf jeden Fall – aber nicht, weil Airbnb unsicher ist. Betrüger erstellen gefälschte Inserate, drängen auf Zahlungen außerhalb der Plattform oder versenden Phishing-Nachrichten, die echte Gastgeber imitieren (oder sogar deren Identität missbrauchen). Halten Sie sich an die Zahlungs- und Kommunikationsfunktionen der App, dann können Ihnen die meisten Betrugsversuche nichts anhaben.

2. Erhalte ich von Airbnb oder Booking.com eine Rückerstattung, wenn ich betrogen werde?

Ziemlich oft ja, wenn Sie über die Plattform gebucht haben. AirCover von Airbnb kann Ihnen eine Umbuchung oder Rückerstattung gewähren, wenn ein Inserat betrügerisch ist oder schwerwiegende Falschangaben enthält, und Booking.com geht gemeldeten Betrugsfällen nach. Wenn du außerhalb der Plattform bezahlt hast, wird eine Rückerstattung deutlich schwieriger – und genau deshalb bitten Betrüger dich darum. Denken Sie daran, dass auch Ihre Bank Ihnen möglicherweise helfen kann. Wenden Sie sich also an sie, falls Sie Opfer eines Betrugs werden.

3. Warum hat mir mein Hotel eine Nachricht geschickt, in der ich gebeten wurde, meine Karte zu verifizieren?

Ja – das hat es mit ziemlicher Sicherheit nicht getan. Kriminelle hacken sich in Hotel- und Gastgeberkonten ein und versenden Nachrichten, in denen sie Sie auffordern, Ihre Zahlung innerhalb des echten Buchungs-Chats zu „bestätigen“. Kein seriöses Hotel und keine seriöse Plattform fragt im Chat nach Kreditkartendaten. Öffnen Sie die App selbst und überprüfen die Angaben entweder dort oder rufen das Hotel über dessen offizielle Website an.

4. Woran erkenne ich, ob ein Airbnb-Inserat gefälscht ist?

Führen Sie eine umgekehrte Bildersuche und eine KI-Bildersuche mit den Fotos durch, lesen die Bewertungen auf natürliche Vielfalt und Historie, überprüfen, wie lange der Gastgeber bereits aktiv ist, und vergleichen den Preis mit ähnlichen Unterkünften in der Nähe. Eine atemberaubende Unterkunft zum halben Marktpreis von einem brandneuen Gastgeber ist ein klassischer Betrugsfall.

5. Ist es jemals in Ordnung, einen Gastgeber außerhalb der Plattform zu bezahlen?

Nein. Jede Zahlungsaufforderung außerhalb der Plattform – sei es eine Banküberweisung, eine Zahlungs-App oder ein Link zur Kreditkartenüberprüfung – verstößt entweder gegen die Regeln oder ist ein regelrechter Betrug und entzieht dir jeglichen Schutz, den Ihre Buchung mit sich brachte.

6. Was sollte ich als Erstes tun, wenn ich bereits an einen Betrüger gezahlt habe?

Rufen Sie sofort Ihre Bank oder Ihren Kartenaussteller an und beantragen Sie eine Rückbuchung. In dieser Situation kommt es vor allem auf Schnelligkeit an. Melden Sie anschließend das Inserat oder die Nachricht an die Plattform, ändern Sie Ihr Kontopasswort, falls Sie es irgendwo eingegeben haben, und erstatten Sie Anzeige bei Ihrer nationalen Betrugsbekämpfungsstelle.